Bauformen bei Möbelgriffen

Zuggriffe

Eine große Kategorie bei Griffvorrichtungen sind die Zuggriffe. Sie werden ein- oder beidhändig bedient, wobei die auszuübende Kraft die Distanz zwischen Objekt und Schulter verkürzen soll. Zuggriffe sind üblicherweise an Objekten montiert, die getragen werden sollen, können aber auch an Türen oder Möbeln vorkommen. Horizontal angeordnete Zuggriffe sind weitverbreitet und kommen beispielsweise an Schubladen, verriegelungsfreien Türen und Außentüren von Autos vor. Die Innenseite von Autotüren ist zwar auch oftmals mit Zuggriffen versehen, sie ermöglichen allerdings durch einen speziellen Mechanismus das aufdrücken der Tür.

Drehgriffe

Eine weitere große Kategorie bei Griffvorrichtungen sind die Drehgriffe- oder Knäufe. Sie funktionieren durch das einhändige Greifen und anschließende Drehen der Vorrichtung durch den Unterarm (oder den ganzen Arm) um die eigene Längsachse. Unterschieden werden in diesem Fall Knäufe (kugelförmige Gestalt) und Griffe (hebelförmig). Eine seltene Version der Drehgriffe findet sich an mechanisch komplizierteren Objekten, wie der Außentür von Flugzeugen, die eine Drehbewegung um die saggitale Achse zwischen Daumen und kleinem Finger erfordert (anstatt der Achse durch der Unterarm).

Griffe für weitläufige Bewegungen

Zu den Griffen für weitläufige Bewegungen zählen beispielsweise Fahrradlenker, Keulenhalter, die Griffe von Schaufeln und Schwertern, Axt- und Hammergriffe und Schlägergriffe (z.B. Tennisschläger, Hockeyschläger, Baseballschläger, Golfschläger u.ä.). Die Ergonomie dieser Griffe ist auf weitläufige und teils kräftige Bewegungen abgestimmt. Die Handhabung erfolgt je nach Art ein- oder beidhändig.